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„Der Ball ist kapriziös“

Der Porsche Tennis Grand Prix wird 40 und bedankt sich bei seinem Publikum mit einer Woche Weltklassetennis und bester Unterhaltung. Ein erster Höhepunkt ist die Celebration Night am Montagabend auf dem Centre-Court der Porsche-Arena. In der stimmungsvollen Eröffnungsshow treten Artistinnen und Artisten des weltberühmten Cirque du Soleil sowie Tänzerinnen und Tänzer des Stuttgarter Balletts auf, dazu zahlreiche weitere internationale Künstler. Mit dabei sein werden auch die Spielerinnen – und ein ganz besonderer Ehrengast: Tracy Austin, 1978 die Gewinnerin des ersten Porsche Tennis Grand Prix. Wir sprachen mit dem Regisseur der aufwendigen Inszenierung, Professor Enno-Ilka Uhde.

Herr Professor Uhde, welcher Grundgedanke steckt hinter Ihrer Inszenierung der Celebration Night?
Wir holen zum Jubiläum des Porsche Tennis Grand Prix nicht einfach einen einzelnen großen Star nach Stuttgart – bei der Celebration Night am 24. April ist eindeutig der Porsche Tennis Grand Prix der Star. Dass dieses Sportevent bereits 40 Jahre lang Bestand hat und sich immer noch weiterentwickelt und wächst, das ist keine Selbstverständlichkeit. Dieses Jubiläum möchten wir gebührend feiern.

Also eine Hommage an das Tennis-Turnier. Wie setzen Sie diese um?
Der Celebration Night liegt ein philosophischer Ansatz zugrunde. Es geht um das Gewinnen und Verlieren, um innere und äußere Balance, um die Verdichtung der Zeit. Zur Darstellung dieser Aspekte setze ich die Dimensionen Sprache, Handlung, Musik und Raum ein. Ich spiele kein Tennis, ich stelle eine große Idee dar.

Wie darf man sich das vorstellen?
Für das Event wird das Tennisfeld mit einem golden-hochglänzenden Tanzboden ausgelegt, der schwarz umrahmt ist. Dazu gibt es rund 160 computergesteuerte kinetische Kugeln an der Decke und
weitere 70 Spiegelkugeln am Boden. Wir arbeiten zudem mit einem riesigen Videoscreen.

Die Gäste dürfen sich auf ein einmaliges Gesamtkunstwerk freuen. Und wie wird dieser außergewöhnliche Raum bespielt?
Bei der Celebration Night dreht sich alles um das Thema Ball. Der Ball ist kapriziös, er gehört niemandem, seine Bahn unterliegt auch dem Zufall. Die Spielerinnen müssen versuchen, ihn zu unterwerfen, ihn zu verführen. Etwas Ähnliches geschieht auch in unserem Programm, etwa bei der rasanten Kontakjonglage von Victor Kee, dem Chef-Jongleur des Cirques du Soleil. Oder bei der Horizontaljonglage von Victor Moiseev, der eine völlig neue Art präsentiert, Bälle zu bewegen.

Bei der Celebration Night wird auch Tanz zelebriert …
Ja, und zwar ein hingebungsvolles Pas de Deux von Alicia Amatriain und Constantine Allen, den beiden ersten Solisten beim Stuttgarter Ballett. Über den Matchball-Tanz der 40 Revuetänzerinnen und Modern Dance Girls aus dem Lido in Paris und dem Friedrichstadtpalast in Berlin möchte ich nicht zu viel verraten, nur soviel: Sie treten in goldenen Kostümen auf. Das ist spektakulär!

Als Sprecher und Moderator des Abends haben Sie den Stuttgarter „Tatort“-Kommissar Richy Müller alias Thorsten Lammert verpflichtet …
Ja, Richy Müller ist sozusagen die leitende Persönlichkeit an diesem Abend, er stellt die Programmpunkte in einen größeren Zusammenhang. Und er ist ein ausgewiesener Porsche-Liebhaber. Die Celebration Night ist seine Premiere als Conferencier.

Wie lange haben die Vorbereitungen für die Celebration Night gedauert?
Wir haben ein dreiviertel Jahr an der Inszenierung gearbeitet, jeden Tag. Es soll ein unterhaltendes, ein lehrreiches aber nicht belehrendes Event werden, das die Gäste noch lange begeistert. Dann haben wir unser Ziel erreicht.

Celebration Night

RICHY MÜLLER
Sprecher

EKATERINE ROBAKIDZE
& PHILIPPE RIVES

Bewegungsartistik
Und mimodramatischer Tanz

MARULA RIGOLO
Sanddorn-Balance

VIKTOR KEE
Kontaktjonglage

VICTOR MOISEEV
Horizontaljonglage

STUTTGARTER BALLETT
Pas de Deux

RHYTHMISCHE SPORTGYMNASTIK
Showformation „Rockin’ Angels“

40 TÄNZERINNEN
24 Revuetänzerinnen
(„Oh My God Girls“)
Und 16 Modern Dance Girls

SPECIAL GUESTS

TRACY AUSTIN
ANGELIQUE KERBER
MARK WEBBER

LIVE MUSIC

ALESSANDRA GÜNTHARDT
Pop

DANIELA VEGA
Sopran

CENK BIYIK
Tenor

JEE EUN FRANZISKA LEE
HSU-CHEN SU
MATT CLIFFORD

Piano

ENA HAN
Trommeltanz

PIERRE WYSS, ULLA BLADIN & ANDREI GOLESC
Choreographie

PROF. ENNO-ILKA UHDE
Regie

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