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Stuttgart. Für die Rolle der Sportlichen Leiterin des Porsche Tennis Grand Prix ist Anke Huber die Idealbesetzung. Sie hat einen guten Draht zu den Spielerinnen, ge-nießt ihr Vertrauen und ihren Respekt – was vermutlich auch daran liegt, dass sie einst selbst eine Weltklassespielerin war und 1996 sogar im Finale der Australian Open stand. Sie weiß deshalb aus eigener Erfahrung, was eine Spielerin will, was eine Spielerin braucht, wie eine Spielerin tickt. „Jede ist vom Typ her anders“, sagt sie, „das macht es sehr interessant.“

Seit 2002 erledigt sie die anspruchsvolle Aufgabe an der Schnittstelle zwischen WTA, Spielerinnen und Turnier. Mit Souveränität und Charme, aber auch mit Nachdruck – je nachdem, was gerade gefragt ist. „Die Arbeit hat sich im Laufe der Jahre sehr verändert“, sagt sie, „die Spielerinnen haben nicht mehr das lockere Leben wie früher.“ Als sie den Job als Sportliche Leiterin angenommen hat, ein Jahr nach dem Ende ihrer aktiven Karriere, kamen die Spielerinnen zu den Turnieren und konnten sich in der Regel ganz auf ihr Tennis konzentrieren. Das hat sich geändert. Heute sind die Spielerinnen viel mehr gefordert als früher, müssen zahlreiche zusätzliche Pflichten abseits des Courts erfüllen, zum Beispiel Pressetermine wahrnehmen, für die Sponsoren da sein oder für die Fans.

„Das wirkt sich natürlich auch auf meine Arbeit aus. Es gibt von Jahr zu Jahr mehr zu tun“, sagt Anke Huber. Langweilig wird ihr in der Turnierwoche in der Tat nicht. Sie organisiert Aktionen mit den Spielerinnen wie beispielsweise Autogrammstunden, wird aber auch in die Festlegung des Spielplans mit einbezogen. “Manchmal geht es schon etwas hektisch zu“, sagt sie, „aber der Job macht mir trotzdem immer noch sehr viel Spaß.“

Als zweifache Mutter ist ihre freie Zeit zwar beschränkt, trotzdem versucht sie auch das Jahr über den Kontakt zu den Spielerinnen so gut es geht zu halten. Dazu reist sie jedes Jahr zu den US Open nach New York, manchmal schaut sie auch in Paris bei den French Open vorbei. Am Ende dieser Saison stehen auch die WTA Cham-pionships in Singapur auf ihrem Reiseprogramm. „Im Laufe der Jahre habe ich die meisten Spielerinnen sehr gut kennen gelernt“, sagt sie. „Das hilft natürlich bei mei-ner Arbeit.“

„Anke ist enorm wichtig für das Turnier“

Als Anke Huber ihre größten Erfolge feierte, steckten einige der Spielerinnen, die heute für Furore sorgen, noch im Strampelanzug. Das herausragende Match ihrer Karriere war 1995 das Masters-Finale gegen Steffi Graf, in dem sie sich nach einem tollen Kampf erst im fünften Satz geschlagen geben musste. Ihren ersten Grand-Slam-Titel verhinderte im Jahr darauf Monica Seles im Finale der Australian Open. Im Verlauf ihrer Karriere holte Anke Huber zwölf WTA-Titel. Den Porsche Tennis Grand Prix gewann sie zwei Mal: 1991 schlug sie im Finale die große Martina Navra-tilova, 1994 Mary Pierce.

„Anke ist enorm wichtig für das Turnier“, sagt Turnierdirektor Markus Günthardt. „Sie hat einen leichten Zugang zu den Spielerinnen, auch wenn sie aus einer anderen Generation kommt. Dadurch entsteht eine Vertrauensbasis mit den Spielerinnen, die sonst sehr schwierig zu schaffen wäre.“

Dass sich die besten Tennisspielerinnen der Welt alle Jahre wieder in der Porsche-Arena treffen, ist auch ein Verdienst von Anke Huber. Natürlich ist sie stolz darauf, wie sich der Porsche Tennis Grand Prix entwickelt hat. „Ich bin sehr glücklich, dass wir auch in diesem Jahr wieder ein so starkes Starterfeld haben und unseren Zu-schauern so viele Stars präsentieren können“, sagt sie. Wer am 26. April das Finale gewinnt und die Schlüssel für das wunderschöne Porsche 911 Carrera 4 GTS Cabrio* in Empfang nimmt, will sie nicht vorhersagen. Und auch über die Chancen der Spie-lerinnen vom Porsche Team Deutschland lässt sie sich nur so viel entlocken: „Mit Angelique Kerber und Andrea Petkovic muss man immer rechnen.“


*911 Carrera 4 GTS Cabriolet: Kraftstoffverbrauch innerorts 13,9 – 12,5 l/100 km; außerorts 7,7 – 7,1 l/100 km; kombiniert 10,0 – 9,2 l/100 km; CO2-Emissionen 235 – 214 g/km; Effizienzklassen: G – F

20.04.2015

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