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Stuttgart. Der Porsche Tennis Grand Prix hat sein Traumfinale. Angelique Kerber, die Titelverteidigerin, oder Laura Siegemund, die Qualifikantin – eine wird am Sonntag nach dem Finale auf dem Centre-Court der ausverkauften Porsche-Arena die Schlüssel für den Porsche 718 Boxster S entgegennehmen, den Hauptpreis für die Siegerin. Verdient hätte den Sportwagen sowohl Angelique Kerber, die im Halbfinale die zweifache Wimbledonsiegerin Petra Kvitova 6:4, 4:6, 6:2 besiegt hat, als auch Laura Siegemund, die sich 6:4, 6:2 gegen Agnieszka Radwanska durchgesetzt hat, die aktuelle Nummer 2 der Welt. Und im Glückstaumel nach dem Matchball noch abgeklärt genug war, für den Spruch des Tages zu sorgen: „Eines ist sicher – der Porsche bleibt in Deutschland.“

Das Finale des 39. Porsche Tennis Grand Prix schreibt schon vor dem ersten Aufschlag Geschichte: Erstmals machen zwei Deutsche den Sieg beim Stuttgarter Traditionsturnier unter sich aus. Laura Siegemund ist außerdem die erste Qualifikantin, die sich bis ins Finale durchgekämpft hat. Die Nummer 3 der Welt gegen die Nummer 71, die Australian-Open-Siegerin gegen die Senkrechtstarterin aus Stuttgart – dieses Finale haben sich die Zuschauer seit Tagen gewünscht. Angelique Kerber und Laura Siegemund haben ihnen diesen Wunsch mit Traumtennis erfüllt.

Vor allem Laura Siegemund überraschte im Halbfinale in eindrucksvoller Manier die Fans in der Porsche-Arena – und vermutlich auch sich selbst. Nicht einmal die Weltranglistenzweite Agnieszka Radwanska konnte den Siegeszug der Lokalmatadorin stoppen. 6:4, 6:2 fegte sie die Polin vom Centre-Court und kam dabei in keiner Phase der 1:27 Stunden langen Begegnung ernsthaft in Gefahr, auch nur einen Satz zu verlieren. Sieben Matches seit Beginn der Qualifikation hat sie beim Porsche Tennis Grand Prix nun schon in den Beinen. Ihre Bilanz: Sieben klare Siege ohne Satzverlust und mit Simona Halep, Roberta Vinci und Agnieszka Radwanska gleich drei Top-10-Spielerinnen aus dem Turnier geworfen.

„Ich bin selbst ein bisschen sprachlos, was bei mir wirklich nicht besonders oft vorkommt“, sagte sie nach ihrem sensationellen Erfolg. Die Fans hielt nach dem Matchball nichts mehr auf den Sitzen. Minutenlang feierten sie die Aufsteigerin, die dem Publikum auch für den Sonntag ein Spektakel versprach: „Das wird sicher ein sensationelles Finale.“ Auch Angelique Kerber, die Topfavoritin, ist „gespannt, was da auf mich zukommt. Es wird sicher spannend, weil Laura nichts zu verlieren hat.“

Zuvor hatte sie die Tür zur erfolgreichen Titelverteidigung weit aufgestoßen. In einem packenden Match mit spektakulären Ballwechseln bezwang die Porsche-Markenbotschafterin die Tschechin Petra Kvitova 6:4, 4:6, 6:2. Die Zuschauer erlebten einen Schlagabtausch auf Augenhöhe zwischen der Australian-Open-Siegerin und der zweifachen Wimbledonsiegerin. In den ersten beiden Sätzen waren es nur Nuancen, die das Pendel einmal Richtung Kerber und einmal Richtung Kvitova ausschlagen ließen. Der entscheidende dritte Satz wurde dann zu einem Festival intensiver Ballwechsel. Und je länger die dauerten, desto öfter setzte sich Angelique Kerber unter dem tosenden Jubel der Fans durch.

„Ich bin gut in den letzten Satz gekommen, das war wichtig für mein Spiel. Das Stuttgarter Publikum ist der Wahnsinn. Es hat mich getragen und nach vorne getrieben“, sagte die Nummer 3 der Welt, die in solchen engen Situationen aber auch vom neuen Selbstvertrauen als Grand-Slam-Siegerin profitierte: „Seit Melbourne habe ich großes Vertrauen in meine Leistung. Ich weiß jetzt, dass ich alle schlagen kann.“ Petra Kvitova bekam das zu spüren. „Ich habe gut gespielt, alles gegeben und muss mir keine Vorwürfe machen“, sagte die mehrfache Fed-Cup-Gewinnerin. „Doch Angie ist eine unheimlich starke Spielerin, die um jeden Ball kämpft und immer alles gibt. Mir ging im dritten Satz ein wenig die Kraft aus.“

Nach ihrem erfolgreichen Start in die Saison mit Siegen bei den Australian Open sowie bei den Turnieren in Sydney, Brisbane und St. Petersburg stehen Martina Hingis (Schweiz) und Sania Mirza (Indien) auch in Stuttgart im Doppel-Finale. Sie besiegten Sabine Lisicki vom Porsche Team Deutschland und Lucie Safarova (Tschechien) 6:4, 7:5. Martina Hingis hat beim Porsche Tennis Grand Prix bisher nicht nur insgesamt vier Einzeltitel gewonnen (zwischen 1996 und 2000), sondern zwei Mal auch das Doppel – 1997 mit Arantxa Sanchez-Vicario und 2000 mit Anna Kurnikova. Im Finale trifft das zurzeit weltbeste Doppel auf die Französinnen Caroline Garcia und Kristina Mladenovic, die sich 7:5, 5:7, 10:4 gegen Anna-Lena Grönefeld vom Porsche Team Deutschland und ihre tschechische Partnerin Kveta Peschke durchsetzten.


Bildmaterial im Porsche Newsroom (http://newsroom.porsche.de) sowie für akkreditierte Journalisten auf der Porsche-Pressedatenbank (https://presse.porsche.de)

718 Boxster S: Kraftstoffverbrauch kombiniert 8,1 – 7,3 l/100 km, innerorts 10,7 – 9,5 l/100 km, außerorts 6,5 – 6,0 l/100 km; CO2-Emissionen 184 - 167 g/km; Effizienzklasse (Deutschland): F-E.

23.04.2016

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