Skip to main content

Back

Stuttgart. Angelique Kerbers Traum vom zweiten Gewinn der Australian Open ist geplatzt. Die Kielerin unterlag in einem dramatischen Halbfinalmatch der Weltranglistenersten Simona Halep mit 3:6, 6:4 und 7:9. Für die Porsche Markenbotschafterin war es die erste Niederlage nach 14 Siegen in Serie im neuen Jahr. Ihre Konkurrentin bleibt in 2018 hingegen weiter ungeschlagen. Damit ist Simona Halep die erste Rumänin, die in einem Finale der Australian Open steht.
Kerber kam gegen die von Beginn an stark aufspielende Halep nur schwer in die Partie und lag bereits nach einer Viertelstunde mit 5:0 im ersten Satz zurück. Zwar kämpfte sich Kerber nochmals zurück und verkürzte auf 3:5, konnte den Satzgewinn der Rumänin jedoch nicht mehr verhindern. Anschließend entwickelte sich ein packendes Duell auf Augenhöhe, in dem sich die Konkurrentinnen nichts schenkten. Im zweiten Durchgang behielt Kerber trotz eines Breaks und eines zwischenzeitlichen 1:3 Rückstands die Oberhand, und glich das Spiel aus.
Im entscheidenden Durchgang wehrte die 30-Jährige beim Stand von 4:5 zwei Matchbälle der Rumänin ab. Im intensiven Match, mit vielen langen Ballwechseln übernahm Kerber dann die Führung und erspielte sich ihrerseits selbst zwei Matchbälle, die aber ebenfalls ungenutzt blieben. Nach 2 Stunden und 20 Minuten fiel schließlich die Entscheidung, als Halep ihren vierten Matchball verwandelte. "Heute war es wie eine Achterbahnfahrt, auf und ab. Ich habe nicht aufgegeben, nicht mal einen Ball. Ich habe es sehr gut gemacht und ich bin sehr stolz auf mich", freute sich die 26-Jährige nach dem Sieg. Kerber sagte im Anschluss: "Es war ein großer Kampf, aber ich habe mich schon im ersten Satz etwas müde gefühlt. Ich habe mein Herz auf dem Platz gelassen, das zeichnet mich aus, das hat mich auch 2016 ausgezeichnet."

Im Finale trifft Halep am Samstag auf Caroline Wozniacki aus Dänemark, die sich in ihrem Halbfinale gegen Turnierdebütantin Elise Mertens durchsetzte. Im Duell wird es nicht nur um den ersten Turniersieg für eine der beiden gehen, sondern auch um die Führung in der Weltrangliste, in der Kerber wieder auf den neunten Rang klettert.

25/01/2018

Back