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Stuttgart. Spannung, Emotionen, Dramatik, Überraschungen – der Porsche Tennis Grand Prix hat am Dienstag richtig Fahrt aufgenommen. Die 4.200 Zuschauer in der fast ausverkauften Porsche-Arena erlebten Weltklassetennis und gingen mit den Spielerinnen durch ein Wechselbad der Gefühle. Sie freuten sich mit Caroline Garcia über ihren hart erkämpften Sieg im besten Match des Tages und waren traurig, dass es ausgerechnet Maria Sharapova war, die sich der Französin geschlagen geben musste. Mit Julia Görges schied eine der Turnierfavoritinnen unerwartet aus, während Titelverteidigerin Laura Siegemund bei ihrem Comeback auf der großen Tennisbühne souverän die zweite Runde erreichte.

Der erste Höhepunkt des Tages war das Aufeinandertreffen von Maria Sharapova und Caroline Garcia. Die dreimalige Stuttgart-Siegerin aus Russland und die aktuelle Nummer 7 der Welt lieferten sich ein spannendes und über weite Strecken hochklassiges Match – mit dem besseren Ende für Caroline Garcia. Den ersten Satz musste sie mit 3:6 abgeben, doch dann spielte sie sich frei, legte den Respekt vor ihrer großen Gegnerin ab. Im Tiebreak gewann sie den zweiten Satz und verwandelte im dritten nach 2:44 Stunden ihren zweiten Matchball zum Sieg.

„Unglaublich, was für ein Match. 2011 habe ich bei den French Open als 17-Jährige zum ersten Mal gegen Maria gespielt. Im fünften Versuch habe ich sie jetzt endlich geschlagen. Damit ging ein Traum in Erfüllung“, sagte die 24-Jährige aus Lyon, die nach diesem Auftaktsieg zum engeren Favoritenkreis beim Porsche Tennis Grand Prix gehört. Natürlich würde sie gerne so stark weiterspielen, sagte sie, und nach dem Finale mit dem Porsche nach Hause fahren. Es gibt nur ein kleines Problem – sie hat noch keinen Führerschein. Doch in der Stunde ihres Triumphs lächelte sie dieses Problem einfach weg: „Na ja, wenn ich hier gewinne, habe ich ein Auto, aber keinen Führerschein. Das ist zwar etwas komisch, aber immer noch besser als umgekehrt.“

In der zweiten Runde trifft Caroline Garcia am Donnerstag auf Marta Kostyuk, die mit 15 Jahren jüngste Spielerin des Turniers. Das Toptalent aus der Ukraine setzte sich gegen die aufopferungsvoll kämpfende Antonia Lottner vom Porsche Talent Team Deutschland 6:4, 6:1 durch. Beim Gedanken an ihre nächste Gegnerin bekam sie glänzende Augen: „Klar hätte ich gerne gegen Maria gespielt. Aber Caroline als Top-10-Spielerin ist auch eine tolle Herausforderung.“

Überraschendes Aus für Julia Görges
Der Traum von Marta Kostyuk lebt – der von Julia Görges ging im ersten Abendmatch zu Ende. Nachdem sie am Fed-Cup-Sonntag vom begeisterten Publikum für ihren Sieg gegen Karolina Pliskova gefeiert worden war und am Montag den „Turkish Airlines Tiebreak“ gewonnen hat, ging ihr am Dienstag gegen die tschechische Qualifikantin Marketa Vondrousova schlichtweg die Kraft aus. Die Stuttgart-Siegerin von 2011 musste sich unerwartet deutlich 2:6, 2:6 geschlagen geben und suchte nach dieser Niederlage erst gar nicht nach Ausreden: „Hinter mir liegen Tage voller intensiver Emotionen, die ich nicht missen möchte. Mir ist es leider nicht gelungen, diese Spannung hochzuhalten und mit in dieses Match zu nehmen. Jetzt bin ich einfach nur platt. Doch solche Tage gibt es. Davon geht die Welt nicht unter.“

Besser machte es ihre Fed-Cup-Gegnerin vom Sonntag: Karolina Pliskova, die Nummer 6 der Welt, zeigte sich gegen Kiki Bertens von ihrer stärksten Seite und schickte die Niederländerin mit einem 6:2, 6:2 nach Hause.

Auch Laura Siegemund erreichte souverän die zweite Runde. Die Lokalmatadorin und Titelverteidigerin, die nach einer langen Verletzungspause erst kürzlich wieder auf die WTA Tour zurückgekehrt ist, gewann gegen die Tschechin Barbora Strycova 6:4, 6:3. Ihre nächste Gegnerin wird auf jeden Fall eine starke Amerikanerin sein – entweder die US-Open-Siegerin Sloane Stephens oder Coco Vandeweghe. Doch Laura Siegemund genoss nach ihrem Auftaktsieg erst einmal den Augenblick. „Die Stimmung in der Porsche-Arena war wieder fantastisch, da will man die Leute natürlich nicht enttäuschen“, sagte sie. Allzu weit nach vorne wollte sie noch nicht blicken: „Ich muss jetzt versuchen, noch besser in mein Spiel zu finden. Was dann möglich ist, hat man ja in den letzten Jahren gesehen.“

Auftaktmatch für Angelique Kerber
Die zweifache Stuttgart-Siegerin Angelique Kerber greift am Mittwoch ins Turniergeschehen ein. Sie trifft dabei auf die Tschechin Petra Kvitova, gegen die sie am Sonntag im Fed Cup verloren hat. Auch Carina Witthöft vom Porsche Team Deutschland, als „Lucky Loser“ der Qualifikation ins Hauptfeld gekommen, bestreitet dann ihr erstes Einzel gegen die Qualifikantin Zarina Diyas aus Kasachstan. Dabei hofft sie auf mehr Erfolg als im Doppel, wo sie mit ihrer Partnerin Anna Zaja in der ersten Runde gescheitert ist.


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24.04.2018

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