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Stuttgart. Das Viertelfinale des Porsche Tennis Grand Prix wird am Freitag ohne ehemalige Stuttgart-Siegerin ausgetragen. Nachdem Julia Görges und Maria Sharapova bereits in der ersten Runde ausgeschieden sind, ging die 41. Auflage des Stuttgarter Traditionsturniers vor 4.400 Zuschauern in der Porsche-Arena auch für Laura Siegemund und Angelique Kerber vorzeitig zu Ende.

„Ich bin traurig und enttäuscht. Ich habe alles versucht, wollte kämpfen, weil mir dieses Turnier mit seinen fantastischen Zuschauern so sehr am Herzen liegt. Doch es ging einfach nicht.“ Das sagte Angelique Kerber am Donnerstag nach ihrem Match gegen die Estin Anett Kontaveit, in dem sie nach dem glatt mit 0:6 verlorenen ersten Satz beim Stand von 0:2 verletzt aufgeben musste. „Obwohl ich schon in den letzten Tagen leichte Probleme im Oberschenkel hatte, habe ich nach dem schlechten Start mit dem Fed-Cup-Aus so sehr gehofft, dass diese Woche in Stuttgart für mich doch noch ein gutes Ende nehmen würde. Leider hat sich diese Hoffnung nicht erfüllt.“ Verletzt aufgeben musste auch die Spanierin Garbine Muguruza. Nach dem mit 5:7 verlorenen ersten Satz gegen die Russin Anastasia Pavlyuchenkova verließ die Wimbledon-Siegerin wegen Rückenbeschwerden vorzeitig den Platz.

Leidenschaftliches Tennis
Gut gespielt und trotzdem verloren – das war der Achtelfinaltag in der Porsche-Arena für Laura Siegemund. Der Traum von der erfolgreichen Titelverteidigung ist für die Lokalmatadorin im Match gegen die Amerikanerin Coco Vandeweghe geplatzt. Dabei begeisterte sie das Publikum erneut mit leidenschaftlichem Tennis, ließ sich selbst durch den verlorenen ersten Satz nicht aus der Ruhe bringen. Im Gegenteil: Die Spielerin des Porsche Team Deutschland holte sich den zweiten Satz und war danach mit lautstarker Unterstützung von den Rängen nah dran am Einzug ins Viertelfinale. Doch am Ende musste sie sich der Nummer 16 der Welt, die in der ersten Runde die US-Open-Siegerin Sloane Stephens nach Hause geschickt hatte, 4:6, 6:4, 3:6 geschlagen geben.

„Ich bin trotz dieser Niederlage sehr zufrieden mit meiner Leistung. Enttäuscht bin ich nur darüber, dass ich bei diesem tollen Turnier nicht noch einige Matches spielen darf“, sagte die Stuttgarterin, die nach einer schweren Verletzung erst kürzlich auf die WTA Tour zurückgekehrt ist. „Für mich persönlich ist das ein gutes Zeichen, dass ich nach so einer Niederlage enttäuscht bin und sie nicht einfach so hinnehme. Ich habe heute über weite Strecken wirklich sehr gut gespielt. Doch in den entscheidenden Momenten hatte Coco die besseren Ideen.“

Fünf Top-10-Spielerinnen im Viertelfinale
Marta Kostyuk, das 15-jährige Toptalent aus der Ukraine, begeisterte das Stuttgarter Publikum erneut mit einem tollen Match. Gegen Caroline Garcia wehrte sie sich nach Kräften, musste sich nach einem hart umkämpften dritten Satz aber mit 1:6, 6:3, 5:7 geschlagen geben. „Es war kein gutes Spiel von mir. Ich habe gekämpft und gewonnen, aber ich weiß, dass ich mich noch steigern muss“, sagte die Französin, die in der ersten Runde Maria Sharapova aus dem Turnier geworfen hatte. „Gegen Marta zu spielen war nicht einfach. Sie ist neu auf der Tour, deshalb wusste ich auch nicht so recht, auf was ich mich einstellen musste.“ Ihre Viertelfinalgegnerin wird am Freitag Elina Svitolina sein. Die Weltranglistenvierte aus der Ukraine profitierte von der Aufgabe der tschechischen Qualifikantin Marketa Vondrousova, die nach harter Gegenwehr beim Stand von 2:3 im dritten Satz mit einer Oberschenkelverletzung passen musste. Caroline Garcia ahnte sofort, was da auf sie zukommt: „Das kann eine richtige Schlacht werden.“

Ebenfalls gegen Qualifikantinnen zogen zwei weitere Top-10-Spielerinnen ins Viertelfinale ein, das die topgesetzte Weltranglistenerste Simona Halep (Rumänien) bereits am Mittwoch erreicht hatte. Karolina Pliskova, die Nummer 6 der Welt aus Tschechien, wurde beim 7:6(4), 6:3 gegen die Russin Veronika Kudermetova ihrer Favoritenrolle ebenso gerecht wie die Weltranglistenfünfte Jelena Ostapenko, die mit dem 6:3, 6:0 gegen Zarina Diyas (Kasachstan) ihren ersten Hauptrundensieg im Einzel des Porsche Tennis Grand Prix holte. Im Vorjahr ist sie als Qualifikantin in der ersten Runde ausgeschieden, hat jedoch den Doppelwettbewerb gewonnen und kurz darauf bei den French Open sensationell ihren ersten Grand-Slam-Sieg gefeiert. In diesem Jahr hat sie in Stuttgart noch viel vor. Auf die Frage, was sich für sie seit Paris alles verändert habe, meinte sie keck: „Ich werde immer selbstbewusster.“

Für ein Weiterkommen auch im Doppel hat es diesmal allerdings nicht gereicht. Durch ein 1:6, 6:7(10) gegen Anna-Lena Grönefeld vom Porsche Team Deutschland und ihre amerikanische Partnerin Raquel Atawo verpasste sie zusammen mit Olga Savchuk (Ukraine) den Einzug ins Halbfinale.


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26.04.2018

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