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Stuttgart. Naomi Osaka, Anett Kontaveit, Petra Kvitova und Kiki Bertens – diese vier Weltklassespielerinnen kämpfen am Samstag beim Porsche Tennis Grand Prix um den Einzug ins Finale. In der erneut ausverkauften Porsche-Arena erlebten 4.400 Zuschauer am Freitag aufregende und hart umkämpfte Viertelfinalmatches – und den letzten Auftritt von Wimbledon-Siegerin Angelique Kerber bei der 42. Auflage des Stuttgarter Traditionsturniers.

Aus für Angelique Kerber
„Natürlich bin ich enttäuscht, doch ich muss mir nichts vorwerfen. Ich habe alles gegeben, habe alles, was ich hatte, auf dem Platz gelassen.‟ Das sagte Angelique Kerber nach ihrem 3:6, 4:6 gegen Kiki Bertens. Zwischenzeitlich sah es im zweiten Satz danach aus, als könne die Wimbledon-Siegerin das Match noch aus dem Feuer reißen. Doch was sie auch versuchte – ihre aufschlagstarke Gegnerin wusste auf alles die richtige Antwort. In der Stunde der Niederlage ging der Blick von Angelique Kerber schon weiter in Richtung French Open, dem zweiten Grand-Slam-Turnier des Jahres: „Ich werde mir jetzt ein paar Tage Pause gönnen, um wieder in den Vollbesitz meiner Kräfte zu gelangen und bis Paris weiter an meinem Sandplatztennis feilen. Das ist der Plan.‟

Der Halbfinaleinzug ist für Kiki Bertens der bisher größte Erfolg beim Porsche Tennis Grand Prix. 2017 und 2018 ist sie bereits in der ersten Runde ausgeschieden. Ihre Gegnerin im Halbfinale ist Petra Kvitova.

Arbeitssieg für Petra Kvitova
Das war ein hartes Stück Arbeit für Petra Kvitova. Die Nummer 3 der Welt und Führende im „Porsche Race to Shenzhen‟, der offiziellen Qualifikationsrangliste für die prestigeträchtigen WTA Finals im November, musste im ersten Match des Tages alle Register ziehen. Anastasija Sevastova war die erwartet starke Gegnerin und verlangte der Favoritin beim 2:6, 6:2, 6:3 alles ab. Im ersten Satz führte die Lettin bereits mit 4:0 – und Petra Kvitova kam aus dem Staunen nicht heraus. „Keine Ahnung, wann ich das letzte Mal so schlecht gestartet bin‟, sagte sie nach dem Einzug ins Halbfinale. „Ich habe viel zu viele Fehler gemacht, Anastasija fast keine.‟ Den zweiten Durchgang sicherte sich die zweifache Wimbledon-Siegerin souverän, und obwohl Anastasija Sevastova im dritten Satz hartnäckig dagegenhielt, hatte sie nicht mehr allzu viel entgegenzusetzen.

Der Lohn für diesen Kraftakt war ihr dritter Halbfinaleinzug in Stuttgart. Weiter ist sie in der Porsche-Arena noch nie gekommen. Das will sie am Samstag ändern, wobei sie nur zu gut weiß: „Wenn ich das Turnier gewinnen will, muss ich auf jeden Fall besser spielen, sonst wird das nichts.‟

Naomi Osaka gewinnt Tennis-Krimi
In der Porsche-Arena lag eine Sensation in der Luft. Das zweite Viertelfinale entwickelte sich zu einem echten Tennis-Krimi. Naomi Osaka, die Nummer 1 der Welt aus Japan, sah gegen die an Position 25 geführte Kroatin Donna Vekic schon wie die sichere Verliererin aus, lag nach einem 6:3 und 4:6 im entscheidenden Satz 1:5 zurück. Doch im Duell der jüngsten im Turnier verbliebenen Spielerinnen (Osaka ist 21, Vekic 22) kämpfte sich die zweifache Grand-Slam-Siegerin zurück und rettete sich in den Tiebreak – wo sie ihren zweiten Matchball zum 7:4 verwandelte. Als sich damit die ganze Spannung löste, hielt es die Zuschauer nicht mehr auf ihren Sitzen. Die Porsche-Arena verwandelte sich in ein Tollhaus.

„Natürlich war ich gestresst, als ich im dritten Satz so weit zurücklag. Aber ich wollte mir hinterher nichts vorwerfen müssen‟, sagte Naomi Osaka. „Deshalb habe ich gekämpft und alles versucht, um das Match noch zu drehen. Ich will gute Erinnerungen an dieses Turnier haben, unabhängig vom Ergebnis.‟

Ihre Gegnerin im Halbfinale ist die Estin Anett Kontaveit. Sie profitierte im letzten Viertelfinalmatch des Abends beim Stand von 5:7, 7:5, 3:0 von der verletzungsbedingten Aufgabe ihrer Gegnerin Victoria Azarenka (Weißrussland).


Weitere Informationen sowie Film- und Foto-Material im Porsche Newsroom: newsroom.porsche.de. Mehrmals täglich aktuelles Fotomaterial finden Sie unter presse.porsche.de/ptgp2019.

26.04.2019

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