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Stuttgart.. In seinen zwölf Jahren als Turnierdirektor des Porsche Tennis Grand Prix hat Markus Günthardt viel erlebt. Den Umzug von Filderstadt in die Porsche-Arena, die Umstellung auf Sand, den ersten Sieg einer deutschen Spielerin. Was dem Schweizer aber noch heute einen Schauer über den Rücken jagt, ist die Begeisterung des Publikums, als sich Laura Siegemund 2016 bis ins Finale kämpfte: „Da war eine Stimmung in der Halle, wie ich sie noch nie erlebt habe.“

Zur 40. Auflage des Stuttgarter Traditionsturniers sagt er über…

...40 Jahre Porsche Tennis Grand Prix:
„Das ist schon ein herausragendes Ereignis, vor allem wenn man bedenkt, dass das Turnier vom ersten Tag an Porsche Tennis Grand Prix hieß und Porsche immer als Sponsor mit an Bord war. So eine Beständigkeit über eine so lange Zeit ist absolut selten, nicht nur im Tennis, sondern generell im Profisport. Auch das macht dieses Turnier einzigartig.“

...den Stellenwert des Turniers im weltweiten Damentennis:
„Was wir in allen Bereichen an Qualität bieten, ist weltweit unerreicht. Vom Image und Erscheinungsbild her werden wir deshalb auch als großes Turnier gesehen, obwohl wir es eigentlich nicht sind, wenn man nur das Preisgeld nimmt. Der hohe Stellenwert des Turniers lässt sich allein schon daran ablesen, dass die WTA in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal mit allen wichtigen Gremien zu uns kommt. Die WTA sieht den Porsche Tennis Grand Prix als Vorzeigeturnier und will an unserem Beispiel den anderen Turnierdirektoren zeigen, wie attraktiv man Damentennis präsentieren kann.“

… das Starterfeld 2017 mit zahlreichen Top-10-Stars:
„Wir haben die Latte in den vergangenen Jahren sehr hoch gelegt. Noch besser zu werden ist in diesem Bereich praktisch unmöglich. Jedes Jahr so viele Top-10-Spielerinnen bei uns zu haben, ist eine schöne Bestätigung für unsere Arbeit. Auch wenn das für den Porsche Tennis Grand Prix fast schon Standard ist, so zeigt es doch, dass wir offensichtlich vieles richtig machen. Es ist allerdings nicht das tolle Starterfeld allein, das ein gutes Turnier ausmacht. Was für mich als Turnierdirektor vor allem zählt, ist eine volle Halle und eine tolle Stimmung, ganz egal, wer gerade auf dem Platz steht.“

…die Chancen von Angelique Kerber auf eine erfolgreiche Titelverteidigung:
„Für mich ist sie die Topfavoritin. Ich sehe nicht, warum sie nicht wieder gewinnen sollte. Ich denke, sie ist ganz oben angekommen, hat sich unter den besten drei Spielerinnen der Welt etabliert. Die Nummer 1 zu werden, die alte Saison als Nummer 1 zu beenden und die neue als Nummer 1 anzufangen – das war für sie eine Situation, mit der sie erst mal zurechtkommen musste. Doch ich denke, sie ist jetzt wieder die Angelique, die uns im vergangenen Jahr so begeistert hat. Und deshalb ist alles möglich.“

...die Rückkehr von Maria Sharapova:
„Ich freue mich für sie, dass sie wieder zurückkommt. Und ich freue mich für unser Publikum, dass sie es beim Porsche Tennis Grand Prix tut. Ihr Comeback beschert uns vor allem international sehr viel Aufmerksamkeit. Sie ist schließlich einer der Superstars im Frauensport, nicht nur im Tennis.“

… der Porsche Tennis Grand Prix als Publikumsmagnet:
„Wir haben in Stuttgart ein fantastisches Publikum und tun alles, damit es uns die Treue hält. Das gelingt uns offensichtlich. Doch mit Weltklassetennis allein ist das nicht zu schaffen, damit füllst du auf Dauer keine Halle. Viele Besucher verbringen einen ganzen Tag bei uns. Und sie wollen nicht nur stundenlang Tennis schauen, sondern darüber hinaus etwas erleben. Wir bieten ihnen ein Rahmenprogramm mit einem bunten Mix aus Sport und Unterhaltung – in einer Atmosphäre, in der sich die Menschen wohl fühlen. Der Porsche Tennis Grand Prix, das ist uns wichtig, soll ein Event für die ganze Familie sein.“

… die Beliebtheit des Turniers bei den Spielerinnen:
„Wir tun alles für die Spielerinnen und versuchen, ihnen jeden Wunsch zu erfüllen. Wir wollen, dass sie sich bei uns wohl fühlen und Bedingungen vorfinden, unter denen sie ihre beste Leistung abrufen können. Das gelingt uns offensichtlich. Die Spielerinnen haben uns 2016 zum achten Mal seit 2007 zum weltweit beliebtesten Turnier gewählt. Das ist eine Anerkennung, auf die wir stolz sein können und ein Ansporn, weiter hart zu arbeiten.“

...seine 12 Jahre als Turnierdirektor:
„Es gab sehr viele Höhepunkte in dieser Zeit. Einer war 2006 der Umzug von Filderstadt in die Porsche-Arena. Das war eine große Herausforderung, aber auch eine Riesenchance. Das gilt auch für 2009 mit dem Wechsel vom Herbst ins Frühjahr und auf Sand. Ein absolutes Highlight war 2011 der Sieg von Julia Görges. Ich habe mir immer gewünscht, dass wir mal eine deutsche Spielerin haben, die zum erweiterten Kreis der Favoritinnen gehört. Und dann kommt Julia quasi aus dem Nichts und gewinnt das Turnier. Was ich auch nie vergessen werde, ist die tolle Stimmung im vergangenen Jahr in der Porsche-Arena, als Laura Siegemund bis ins Finale durchmarschierte. So etwas habe ich vorher noch nie erlebt.“


Markus Günthardt ist seit 2005 Turnierdirektor des Porsche Tennis Grand Prix. Der am 10. September 1957 in Zürich geborene Schweizer war von 1978 bis 1985 selbst Profi-Tennisspieler auf der ATP Tour. In dieser Zeit spielte er für die Schweiz auch im Davis Cup. Nach seiner aktiven Karriere blieb er dem Tennis treu. Für Ion Tiriac organisierte er verschiedene Turniere wie die Eurocard Open in Stuttgart und die ATP Tour World Championships in Hannover. Für den Tennisverband der Türkei arbeitete er als Berater bei den WTA Championships, die von 2011 bis 2013 in Istanbul ausgetragen wurden. Gefragt ist seine Erfahrung weltweit auch im Board of Directors, einer Art Aufsichtsrat der WTA. Markus Günthardt lebt mit seiner Frau und zwei Kindern in Madrid und in der Schweiz.

Bildmaterial im Porsche Newsroom (http://newsroom.porsche.de) sowie für akkreditierte Journalisten auf der Porsche-Pressedatenbank (https://presse.porsche.de)

23.04.2017

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